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Kategorie Fuß- und Radwegbrücken Grenzbrücke Wernstein-NeuburgElegant überspannt diese asymmetrische Hängebrücke mit einseitigem 30-Meter-Pylon den Inn zwischen dem deutschen Neuburg und dem österreichischen Wernstein. Hier gilt das Prinzip „Einordnung statt Konfrontation“. Der kühne Brückenschlag unterstützt die Typologie des Ortes auf überzeugende Weise. Der Pylon auf der durch eine Burg gekrönten Neuburger Seite lenkt die Blicke auf eine klassische Flusslandschaft mit Steilufer. Auf der flachen Seite, dem Ufer von Wernstein, wurden die Tragkabel in zwei niedrigen Dreiecksscheiben verankert. Die eingesetzte rote Farbe belebt die Typologie des Ortes.Die frei gespannte Hängebrücke mit ihrem einseitigen Pylon ist extrem schlank und leicht. Sie erreicht durch die Schmalheit des Steiges über die große Distanz von 144 m eine faszinierende Eleganz. Diese Grazie resultiert auch aus der geschickten Art der Vorspannung durch zwei Unterspannseile, die sie in horizontaler und vertikaler Richtung gegen Verformungen und Schwingungen stabilisieren. Das ermöglicht eine schwingungsarme Konstruktion, die dank der in Auf- und Grundriss gekrümmten Unterspannungen ganz ohne Versteifungsträger auskommt. Moderne Seilkonstruktionen sind heute durch konsequenten Weiterentwicklung von Konstruktion und Material langlebig und dadurch auch wirtschaftlich. Wirtschaftlich ist die Grenzbrücke zwischen Bayern und Oberösterreich aber auch deshalb, weil sie konstruktiv auf das Wesentliche reduziert ist – eine Brücke, bei der man nichts hinzufügen, aber auch nichts weglassen kann. Nachhaltig ist das Bauwerk durch die Auswechselbarkeit der einzelnen Bauteile. Auch das Bauverfahren war relativ einfach und rational. So ist die Brücke nicht nur schön, sondern auch wirtschaftlich. Der besondere Reiz der Geh- und Radwegbrücke Wernstein-Neuburg liegt in ihrer materiellen Reduktion auf ein absolutes Minimum. |
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