Nominierte 2018

Die Nominierten stehen fest

Berlin, 7. November 2017 – Die Jury hat inzwischen getagt und aus insgesamt 29 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen jeweils drei Bauwerke der beiden Wettbewerbskategorien für den Deutschen Brückenbaupreis 2018 nominiert. Dabei hatten die Juroren jeweils die Qual der Wahl unter 15 Straßen- und Eisenbahnbrücken bzw. 14 zum Wettbewerb eingereichten Fuß und Radwegbrücken.

Die Jury war insbesondere erfreut darüber, dass eine ganze Reihe kleinerer Brücken zum Wettbewerb eingereicht wurden. „Damit werden Bauwerke in den Mittelpunkt gerückt, die in unserem Leben eine große Rolle spielen, weil oft gerade die kleinen Brücken in vielen Städten und Gemeinden entscheidend sind für Attraktivität und Bürgerfreundlichkeit“, erklärte Prof. Dr. Manfred Curbach als Juryvorsitzender.

 

In der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken hat die Jury folgende drei Bauwerke nominiert und ihre Entscheidung wie folgt begründet:

Lahntalbrücke im Zuge der A 3 bei Limburg


© Eva Bartussek / Mario Andreya / Konstruktionsgruppe Bauen

Die neue Lahntalbrücke wird für den deutschen Brückenbaupreis nominiert, weil sie sich zwischen Limburger Dom und einer markanten Bahnbrücke elegant behauptet und zugleich dezent in die Umgebung einfügt. Der im klassischen Freivorbau hergestellte Ersatzneubau ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie traditionelle Ingenieurbaukunst gepaart mit neuen Ideen ästhetische Qualität mit kostengünstiger Herstellung verbinden kann.

Pilotbauwerk Greißelbach in der Oberpfalz


© Max Bögl Stiftung

Die Brücke Greißelbach wurde für den Deutschen Brückenbaupreis 2018 nominiert, weil das Bauwerk in kleinem Maßstab demonstriert, wie durch modulares Bauen mit Fertigteilen nachhaltige Konstruktionen schnell und wirtschaftlich realisiert werden können. Damit ist das innovative Pilotprojekt wegweisend für den effizienten Ersatz einer alternden Verkehrsinfrastruktur.

Bleichinselbrücke Heilbronn


© Ingolf Pompe / schlaich bergermann partner

Die Bleichinselbrücke wurde für den Deutschen Brückenbaupreis 2018 nominiert, weil sie in idealer Weise die Anforderungen an ein schönes, wartungsarmes und preiswertes Bauwerk erfüllt. Sie passt sich sensibel in ihr städtisches Umfeld ein und erzielt mit ihrer modernen Formensprache dennoch einen hohen Wiedererkennungswert.

 

Nominiert in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken sind folgende drei Brücken:

Isarsteg Nord, Freising


© Oliver Jaist / Bergmeister Ingenieure

Die Fuß- und Radwegbrücke Isarsteg Nord in Freising wird für den Deutschen Brückenbaupreis nominiert, weil sie sich mit ihrer skulpturalen Gestalt in Verbindung mit einer hohen Schlankheit und der Patina des für das integrale Rahmentragwerk verwendeten wetterfesten Stahls organisch in die Auenlandschaft der Isar einfügt.

Hennebergbrücke, Braunschweig


© Daniela Nielsen / Stadt Braunschweig

Die Hennebergbrücke hat die Jury durch ihre Leichtigkeit, zurückhaltende Gestaltung und konstruktive Konsequenz überzeugt. Die schlanke Stahlbalkenbrücke ist bis ins Detail sorgfältig gearbeitet und ihrem Umfeld angepasst. Die Fugen- und lagerlose Konstruktion macht das Bauwerk langlebig und wartungsarm.

Schaukelbrücke im Park an der Ilm, Weimar


© Alexander Burzik / Klassik Stiftung Weimar

Die Instandsetzung der historischen Schaukelbrücke wird für den Deutschen Brückenbaupreis 2018 nominiert, weil an dem zwar kleinen, aber anspruchsvollen Bauwerk gezeigt wurde, wie historische Tragwerke für die Zukunft gesichert, in ihrer Funktion erhalten und weitgehend unverändert für eine Nutzung auch nach heutigen Maßstäben ertüchtigt werden können.“

 

Als maßgeblich verantwortliche Ingenieure, die gemeinsam mit den siegreichen Bauwerken im März in Dresden ausgezeichnet werden, sind für mit den Brücken jeweils nominiert:

Lahntalbrücke Limburg:
Dipl.-Ing. Norbert Nieder, Konstruktionsgruppe Bauen AG, Kempten

Pilotbauwerk Greißelbach:
Dipl.-Ing. Martin Hierl, Max Bögl Stiftung & Co. KG, Sengenthal

Bleichinselbrücke Heilbronn:
Dipl.-Ing. Andreas Keil, schlaich bergermann partner sbp GmbH, Stuttgart

Isarsteg Nord, Freising:
Dr. Ing. Josef Taferner, Bergmeister Ingenieure GmbH, München
Prof. Dr. Oliver Engelhardt, &structures, München

Hennebergbrücke Braunschweig:
Dr. Dirk Sperling, EHS Beratende Ingenieure für Bauwesen GmbH, Braunschweig
Dipl.-Ing. Dietmar Gerstenberg, Stadt Braunschweig

Schaukelbrücke Weimar:
Dipl.-Ing. Arch. Johann Philipp Jung, Klassik Stiftung Weimar
Dipl.-Ing. Oliver Hahn, Ingenieurbüro für Bauwerkserhaltung, Weimar