Deutscher Brücken­bau­preis 2027

Ausgezeichnet werden die besten Brücken Deutschlands – innovativ, ingenieurtechnisch anspruchsvoll und gestalterisch herausragend.
Ende der Wettbewerbsphase am 30. Juni 2026
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Auslobung

Ihre Brücke verdient Anerkennung

Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI loben den Deutschen Brückenbaupreis 2027 aus.

Gesucht werden Bauwerke, die zeigen, was Ingenieurkunst heute leisten kann – technisch präzise, gestalterisch überzeugend und zukunftsfähig.

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bisher eingereichte Projekte
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Jahre Exzellenz im Brückenbau
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Wettbewerbskategorien
Preisträger & Kategorien

Die Gewinner 2025

Straßen- und Eisenbahnbrücken

Die Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ würdigt innovative und nachhaltige Konstruktionen, die eine herausragende Integration von Straßen- und Eisenbahninfrastrukturen ermöglichen.

Straßen- und Eisenbahnbrücken
Neue Oderbrücke Küstrin-Kietz
Küstrin-Kietz (D) / Kostrzyn (PL)

Die Planung und Errichtung der neuen Oderbrücke – als staatsvertraglich zwischen Deutschland und Polen geregeltes Grenzbauwerk – erfolgte in Zusammenarbeit mit der polnischen Staatsbahn PKP im Rahmen eines Streckenerneuerungsprojekts. Für die damalige Grenzbrücke musste wegen der zunehmenden Verkehrseinbindung nach dem EU-Beitritt Polens 2004 und des Schengener Abkommens 2007 eine neue Lösung entwickelt werden.

Straßen- und Eisenbahnbrücken
Rheinbrücke Schierstein
Wiesbaden-Schierstein, Hessen

Die Rheinbrücke Schierstein verbindet die Landeshauptstädte Wiesbaden (Hessen) und Mainz (Rheinland-Pfalz). Sie liegt westlich der Innenstädte, in direkter Anbindung an den Mainzer Ring (A 643). Der Neubau ersetzt die ursprüngliche Brücke aus den Jahren 1959–1962 und präsentiert sich als moderne Balkenbrücke mit getrennten Überbauten für beide Fahrtrichtungen. Sie besteht aus Stahlverbundquerschnitten mit Stahlbetonfahrbahnplatten und aus Stahlhohlkästen mit orthotroper Fahrbahnplatte über den Hauptöffnungen.

Straßen- und Eisenbahnbrücken
Elisabethbrücke
Halle (Saale), Sachsen-Anhalt

Die Elisabethbrücke verbindet HalleNeustadt mit dem Stadtzentrum und überquert die Elisabethsaale, eine wichtige Bundeswasserstraße. Im Rahmen des Stadtbahnprogramms „Halle 25“ machte die marode Brücke einen Ersatzneubau erforderlich, um den Nahverkehr barrierefrei und effizient zu gestalten. Die neue Brücke entstand nördlich der bestehenden, sodass der Verkehr während der Bauzeit von nur 16 Monaten aufrechterhalten werden konnte. Die kurze Bauzeit konnte dank des hohen Vorfertigungsgrads der innovativen Stahlverbundbauweise (VTR®) mit einer seriellen Fertigung der modularen Stahlhohlkästen (S 460 M/ML) und einer präzisen Montage vor Ort gewährleistet werden.

Beurteilt werden nicht nur die ästhetische Gestaltung und architektonische Qualität, sondern auch die Funktionalität, Sicherheit und ökologischen Aspekte der Brücken.

Die Preisträger in dieser Kategorie werden für ihre wegweisenden Beiträge zur Verknüpfung von Verkehrsträgern und zur Förderung einer effizienten Mobilität ausgezeichnet.

Alle bisherigen Preisträger

Fuß- und Radwegbrücken

„Fuß- und Radwegbrücken“ verbinden Menschen sicher über Hindernisse hinweg. Diese innovativen Bauwerke vereinen Funktionalität mit ästhetischer Gestaltung und schaffen wichtige Verkehrsachsen im
urbanen Raum.

Fuß- und Radwegbrücken
Bastionskronenpfad Petersberg
Petersberg / Erfurt, Thüringen

Der Bastionskronenpfad ist eine Fußgängerbrücke auf der Zitadelle Petersberg in Erfurt und verbindet in 13,5 m Höhe die Bastionen Kilian und Martin. Sie setzt der historischen Bausubstanz einen modernen Akzent entgegen und macht das Touristenziel auf neue Weise erlebbar.

Fuß- und Radwegbrücken
Holzbrückenfamilie „Ederbrücken“
Frankenberg (Ederdorf), Hessen

Im Rahmen des Modernisierungsprogramms „Frankenberg 2020“ bildet die 60 m lange Blockträgerbrücke Wehrweide – als Teil einer gesamtheitlich gestalteten Brückenfamilie – das zentrale Element des neuen Radverkehrskonzepts. Sie fungiert als Knotenpunkt einer attraktiven Achse für den Radverkehr und ist Ausgangspunkt für zwei weitere Brücken (Ederdorf 80 m, Wildpark 90 m).
Die drei klimafreundlichen Holzbauwerke etablieren naturnahe Verbindungen zwischen Wohnen, Arbeit und Freizeit.

Fuß- und Radwegbrücken
Neue Regenbrücke
Roding, Bayern

Durch den Neubau der Regenbrücke im bayerischen Roding entsteht eine Verbindung des westlichen Ortsteils Mitterdorf mit dem historischen Zentrum der Stadt. Die Querung verkürzt den Weg zwischen den Stadtteilen deutlich und stärkt das Wegenetz für Radfahrer und Fußgänger. Als integrale Rahmenbrücke mit einem luftdicht verschweißten, gevouteten Stahlhohlkasten konstruiert, bietet sie außerdem durch die integrierte Aussichtsplattform einen neuen Aufenthaltsort mit Weitblick über Fluss und Auen.

Beurteilt werden nicht nur die gestalterische Qualität und die konstruktive Ausführung, sondern auch Aspekte wie Nutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Fuß- und Radwegbrücken übernehmen eine zentrale Rolle im urbanen und regionalen Mobilitätsnetz und prägen den öffentlichen Raum in besonderem Maße.

Die Preisträger in dieser Kategorie werden für ihre innovativen und zukunftsweisenden Lösungen ausgezeichnet, die den Fuß- und Radverkehr stärken, sichere Verbindungen schaffen und einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Mobilität leisten.

Alle bisherigen Preisträger

Denkmalsanierung & Nachhaltigkeit

Denkmalsanierung erfordert den Erhalt historischer Konstruktionen mit modernen Methoden. Nachhaltige Restaurierung vereint bewährte Handwerkstechniken mit zukunftsweisenden Lösungen.

Denkmal
Chemnitzer Viadukt
Chemnitz, Sachsen

Das Chemnitzer Viadukt ist als denkmalgeschütztes Meisterwerk der Ingenieurbaukunst im Eisenbahnwesen und als Symbol der Industriestadt Chemnitz überregional bekannt.

Nachhaltigkeit
Neue Regenbrücke
Roding, Bayern

Wichtige Kriterien auf dem Weg zum klimaneutralen Bauen sind die nachhaltige Materialauswahl mit hohem Wiederverwendungswert und der bedachte Verzicht auf umweltschädliche Maßnahmen.

Mit dem Sonderpreis Nachhaltigkeit wird dem dringenden Bedarf an innovativen Lösungen für den Klimaschutz im Ingenieurbau Rechnung getragen. Ausgezeichnet werden Ingenieurinnen und Ingenieure, die herausragende und vorbildliche Projektbeispiele einreichen und damit neue Maßstäbe für nachhaltiges Planen und Bauen setzen.

Der Sonderpreis fördert die Verbreitung zukunftsweisender Ideen, Bauweisen und Technologien und regt zur Nachahmung an. Dabei wird insbesondere auch die Innovationskraft kleiner Teams gewürdigt, die mit kreativen und mutigen Ansätzen einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Alle bisherigen Preisträger

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Die Fachjury 2027

© Univ.-Prof. Dr.-Ing. Martina Schnellenbach-Held
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Martina Schnellenbach-Held
Institut für Massivbau, Universität Duisburg-Essen
© Inga Seevers, Hamburg
Dipl.-Ing. Ludolf Krontal
Marx Krontal Partner
© Anja Vehlow
Anja Vehlow
DB InfraGO
© BMV
MR Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn
Abt. Bundesfernstraßen, Ref. StB 24 Ingenieurbauwerke, Bundesministerium für Verkehr
© m2ing GmbH
Birga Ziegler
m2ing
Mike Schlaich © Tom Ziora
Prof. Dr. Mike Schlaich
schlaich bergermann partner
© Foto: Die Autobahn GmbH des Bundes
Dipl.-Ing. Rainer Siegel
Die Autobahn GmbH des Bundes
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Fabian Becker (M.A.)
Öffentlichkeitsprojekte, BIngK
Sebastian Staff
PR & Kommunikation, VBI

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Eva Hämmerle
Kommunikation und Presse, BIngK
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